Willkommen auf den Seiten des Auswärtigen Amts

Deutsches Erbrecht

Artikel

Kreuz auf Buch
Kreuz auf Buch© picture alliance

Ein Mitwirken der deutschen Auslandsvertretungen bei Erbfällen ist in der Regel nur notwendig, wenn sich der Nachlass in Deutschland befindet unabhängig von der Nationalität des Erblassers. Bei Nachlässen in Portugal wenden Sie sich bitte an einen portugiesischen Notar. Die deutschen Auslandsvertretungen können keinerlei Auskunft über steuerrechtliche Fragen in Verbindung mit Erbnachlässen geben. Hierzu empfehlen wir Ihnen, sich an einen spezialisierten Anwalt, Steuerberater oder das Finanzamt zu wenden.

Allgemeine Informationen zum deutschen Erbrecht

Antrag auf Erteilung eines Erbscheins oder Testamentsvollstreckerzeugnisses

Um über Nachlass in Deutschland verfügen zu können, muss häufig ein von einem deutschen Nachlassgericht erteilter Erbschein oder ein Testamentsvollstreckerzeugnis vorgelegt werden. In der Regel beinhaltet der Antrag u.a. eine eidesstattliche Versicherung und muss daher vom zuständigen Nachlassgericht oder einem Notar in Deutschland beurkundet werden.

Außerhalb Deutschlands kann eine Versicherung an Eides statt grundsätzlich durch einen hierzu ermächtigten Konsularbeamten an einem deutschen Generalkonsulat oder einer Botschaft abgenommen werden. Die Deutsche Botschaft Lissabon kann derzeit jedoch keine solche Beurkundung vornehmen. Bitte wenden Sie sich für die Beurkundung stattdessen und eventuell benötigte individuelle Rechtsberatung oder Vertretung im Nachlassverfahren an einen portugiesischen oder deutschen Vertreter der rechtsberatenden Berufe.

Nach Beurkundung muss der Antrag von Ihnen nebst beglaubigten Kopien der erforderlichen Personenstandsurkunden an das zuständige Nachlassgericht in Deutschland übersandt werden. Bitte beachten Sie, dass die Nachlassgerichte regelmäßig Übersetzungen fremdsprachiger Urkunden und Testamente verlangen.

Verwandte Inhalte

nach oben