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Stipendienprogramme: Eine Chance für kluge Köpfe

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Vielfältige Stipendienprogramme sind ein wichtiges Instrument der Außenwissenschaftspolitik des Auswärtigen Amts und werden von diesem finanziert. Sie ermöglichen internationalen Spitzenkräften von morgen Studien- und Forschungsaufenthalte in Deutschland. Zugleich legen sie die Basis für Wissenspartnerschaften mit klugen Köpfen in der ganzen Welt. Jun Zhu, Jurist aus China und Doktorand in Göttingen, ist einer von ihnen. Er wird, wie andere hochqualifizierte junge Akademikerinnen und Akademiker aus dem Ausland, vom Deutschen Akademischen Austauschdienst gefördert (DAAD).

Für den DAAD zählt bei allen Stipendienbewerbern nur eins: die Qualität. Der chinesische Jurist Jun Zhu, Jahrgang 1982, brachte ideale Voraussetzungen mit – hervorragende Noten, einen Bachelorabschluss in Germanistik, einen Doppel-Magister des Deutsch-Chinesischen Instituts für Rechtswissenschaften in Nanjing und viel Leidenschaft für Jura. Seit Herbst 2008 promoviert er am Institut für Arbeitsrecht der Universität Göttingen bei Professor Rüdiger Krause. Arbeitsrecht findet Jun Zhu besonders spannend, weil es für China noch weitgehend Neuland ist.

Im Jahr 2009 setzten rund 4000 vom DAAD ausgewählte ausländische Jahresstipendiaten wie Jun Zhu ihr Studium in Deutschland fort oder promovieren hier. Daneben macht die weltweit größte Stipendienorganisation noch eine Vielzahl weiterer Förderangebote. Der größte Anteil der Stipendiaten kommt aus Mittel- und Osteuropa, Lateinamerika und Asien, die meisten sind Doktoranden der Mathematik oder Naturwissenschaften sowie der Sprach- und Kulturwissenschaften. Der Anteil der Master- und Magisterstipendiaten wächst allerdings stark. Die Stipendienprogramme finanziert das Auswärtige Amt: Wissenschaft wird als starkes Bindeglied zwischen Deutschland und seinen Partnern in der Welt gesehen. Im Jahr 2010 fördert das Auswärtige Amt im Rahmen der Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik Wissenschaft, Forschung und Entwicklung mit 230 Millionen Euro. Die 2009 gestartete Initiative Außenwissenschaftspolitik baut das bestehende Stipendienprogramm noch erheblich aus. Insgesamt stellt das Auswärtige Amt rund 140 Millionen Euro an finanzieller Unterstützung für Gaststudierende und Wissenschaftler aus dem Ausland zur Verfügung. Die meisten dieser Stipendien werden über den DAAD vergeben. Die Initiative unterstützt zudem gezielt Hochqualifizierte aus Konfliktregionen. Weitere wichtige Partner sind die Alexander von Humboldt-Stiftung, die Politischen Stiftungen und das Deutsche Archäologische Institut.

Für Jun Zhu steht fest, dass er seine Karriere in China fortsetzen will: „Am liebsten möchte ich in der Wissenschaft bleiben und zum Aufbau des chinesischen Arbeitsrechts beitragen“, sagt er. Damit würde er die Erwartungen des DAAD aufs Beste erfüllen: Denn der Erfolg des Stipendiums bemisst sich vor allem am persönlichen beruflichen Erfolg der Stipendiaten. Wichtig ist zudem der Netzwerkgedanke, die Verbindung der klugen Köpfe aus Deutschland und der Welt. Jun Zhu wird ganz sicher ein guter Partner in diesem stetig wachsenden internationalen Wissensgeflecht sein.

Text: Janet Schayan/Societäts-Verlag

Zahlen und Fakten

650 Euro im Monat für Studierende, 750 Euro für Graduierte und 1.000 Euro für Stipendiaten mit zweijähriger wissenschaftlicher Tätigkeit umfasst das DAAD-Stipendium. // 540 Hochschullehrer in rund 80 Auswahlkommissionen weltweit suchen die Stipendiaten nach Qualitätskriterien aus. // 33.000 ausländische Studierende und Graduierte förderte der DAAD insgesamt im Jahr 2009. // 83 Millionen Euro betrug die Fördersumme im DAAD-Haushalt für ausländische Stipendiaten im Jahr 2009.// 710.000 Ausländer kamen seit 1950 mit DAAD-Förderung nach Deutschland. //

Weitere Informationen

Der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) ist eine gemeinsame Einrichtung der deutschen Hochschulen mit der Aufgabe, die Hochschulbeziehungen mit dem Ausland durch den Austausch von Studierenden und Wissenschaftlern zu fördern.

Deutscher Akademischer Austauschdienst

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