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Erbschaftsangelegenheiten

Auf einem orangefarbenen Papier liegt ein Füller.

Erbrecht und Nachlassangelegenheiten, © Colourbox

01.12.2017 - Artikel

Ein Mitwirken der deutschen Auslandsvertretungen bei Erbfällen ist in der Regel nur notwendig, wenn sich der Nachlass in Deutschland befindet unabhängig von der Nationalität des Erblassers. Bei Nachlässen in Portugal wenden Sie sich bitte an einen portugiesischen Notar. Die deutschen Auslandsvertretungen können keinerlei Auskunft über steuerrechtliche Fragen in Verbindung mit Erbnachlässen geben. Hierzu empfehlen wir Ihnen, sich an einen spezialisierten Anwalt, Steuerberater oder das Finanzamt zu wenden.


Antrag auf Erteilung eines Erbscheins oder Testamentsvollstreckerzeugnisses

Um über Nachlass in Deutschland verfügen zu können, muss häufig ein von einem deutschen Nachlassgericht erteilter Erbschein oder ein Testamentsvollstreckerzeugnis vorgelegt werden. In der Regel beinhaltet der Antrag u.a. eine eidesstattliche Versicherung und muss daher vom zuständigen Nachlassgericht oder einem Notar in Deutschland beurkundet werden.

Außerhalb Deutschlands kann eine Versicherung an Eides statt grundsätzlich durch einen hierzu ermächtigten Konsularbeamten an einem deutschen Generalkonsulat oder einer Botschaft abgenommen werden. Bitte wenden Sie sich für die Beurkundung stattdessen und eventuell benötigte individuelle Rechtsberatung oder Vertretung im Nachlassverfahren an einen portugiesischen oder deutschen Vertreter der rechtsberatenden Berufe.

Nach Beurkundung muss der Antrag von Ihnen nebst beglaubigten Kopien der erforderlichen Personenstandsurkunden an das zuständige Nachlassgericht in Deutschland übersandt werden. Bitte beachten Sie, dass die Nachlassgerichte regelmäßig Übersetzungen fremdsprachiger Urkunden und Testamente verlangen.

Weitere Informationen

Wichtige Änderungen hinsichtlich des auf Erbfälle anwendbaren Rechts! Seit dem 17. August 2015 gilt die Europäische Erbrechtsverordnung (Verordnung EU Nr. 650/2012, EU-ErbVO) gelten. Diese…

Erbrecht - wichtige Neuerung durch die Europäische Erbrechtsverordnung (EU-ErbVO)

Nach deutschem Recht muss eine Erbschaft von dem Erben nicht angenommen werden. Sie kann grundsätzlich innerhalb von 6 Wochen - bei Aufenthalt außerhalb Deutschlands innerhalb von 6 Monaten - nach Kenntnis vom Erbfall durch Erklärung gegenüber dem deutschen Nachlassgericht ausgeschlagen werden.

Informationen zur Ausschlagung eines Erbes

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